Am Montag, dem 9. November 2026, gedenken wir mit aller jüdischen Opfer des Nationalsozialismus. Unter dem Titel „Nie wieder!“ wollen wir ein Zeichen setzen gegen Antisemitismus und Rassismus, für Vielfalt und Gemeinschaft.
Der Gedenkgang beginnt um 18.00 Uhr mit Redebeiträgen am Rasteder Palais. Von dort begeben wir uns durch die Feldbreite zur Südender Straße. Vor dem Haus mit der Nummer 24 wird ein Stolperstein zur Erinnerung an Dina Röben, geborene Türk, verlegt.
Die Rastederin Dina Röben war jüdischer Abstammung. Im Januar 1944 wurde sie ins KZ Theresienstadt deportiert. Nach Kriegsende kehrte sie schwer krank nach Rastede zurück. Sobald sie wieder gesund war, wanderte sie in die USA aus.
Nachfahren von Dina Röben leben bis heute in Rastede. Ihre Enkelin Ute Duddeck und Familie werden an der Gedenkveranstaltung teilnehmen.
Veranstalter ist der Stolpersteine Rastede e.V. in Kooperation mit der KVHS Ammerland und der Kooperativen Gesamtschule Rastede.
Das Bild zeigt das Ehepaar Dina und Karl Röben mit ihren Kindern Paul und Johanna (Foto: privat).
Am Mittwoch, dem 23. September 2026, wurden vor den Wohnhäusern in der Raiffeisenstraße 16 und 19 in Rastede zehn Stolpersteine verlegt. Sie erinnern an die Mitglieder der jüdischen Familien Hoffmann und Pagener aus Rastede, die während des Nationalsozialismus verfolgt und aus der Gemeinde vertrieben wurden. Norbert, Anna, Ruth und Ingrid Pagener sowie David und Siegfried Hoffmann wurden ermordet. Nur den Geschwistern Arend, Carla und Hermann Hoffmann gelang die Flucht. Drei Angehörige der Familie Hoffmann waren am 23. September extra aus Australien angereist, um der Verlegung der Stolpersteine beizuwohnen.
Um 12.00 Uhr begann die Gedenkveranstaltung auf dem Schulhof der KGS Rastede in der Wilhelmstraße. Dabei informierten Schüler*innen über das Schicksal der verfolgten, vertriebenen und ermordeten Menschen. Es folgte eine Demonstration zu den ehemaligen Wohnhäusern der jüdischen Familien in der Raiffeisenstraße. Die Teilnehmenden setzten dabei auch ein Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus in der Gegenwart.
Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen der Stolpersteinverlegung beigetragen haben. Die folgenden Fotos hat Silke Lorenz zur Verfügung gestellt.
Mehr als 500 Menschen nahmen an der feierlichen Stolpersteinverlegung teil.Die Töchter und ein Enkel des Rasteder Juden Hermann Hoffmann waren aus Australien angereist. Vor der Gedenkveranstaltung wurden Kristine Harrington sowie Brett und Dianne Czechowski (v.l.) in der KGS Rastede empfangen.Die Angehörigen und die Stolpersteinpat*innen trugen Gedenkbilder, um an die zehn Opfer des Nationalsozialismus erinnern.Vier Stolpersteine zum Gedenken an die jüdische Familie Pagener waren soeben von Mitarbeitern des Bauhofs vor dem Wohnhaus Nr. 19 verlegt worden.Sechs Stolpersteine zum Gedenken an Familie Hoffmann wurden im Beisein der Angehörigen vor dem Wohnhaus in der Raiffeisenstraße 16 verlegt.
Die Schüler*innen Jonathan, Eva, Liza und Johanna (v.l.) berichteten über das Schicksal der jüdischen Familien Hoffmann und Pagener.Bürger*innen und Politiker*innen waren der Einladung zur Gedenkveranstaltung gefolgt. Ehrengäste waren die Stolpersteinpat*innen, die mit ihrer Spende die Verlegung eines Stolpersteins ermöglichen.Bei der Demonstration setzten die Teilnehmenden ein Zeichen gegen das Vergessen und gegen Antisemitismus und Rassismus in der Gegenwart.In der Raiffeisenstraße wurden die Gedenkbilder vor den ehemaligen Wohnhäusern der Opfer abgestellt.Dianne liest die Inschriften auf den Stolpersteinen, die an ihren Vater, ihre Onkel und ihre Tante sowie ihre Großeltern erinnern.Die heutigen Besitzer des Wohnhauses Nr. 16 luden Dianne, Kristine und Brett in das ehemalige Haus ihrer Familie ein. Auch ehemalige Bewohner*innen des Hauses, die in der Zeitung von der Stolpersteinverlegung gelesen hatten, waren zu der Veranstaltung gekommen.
Pressebericht über die Stolpersteinverlegung auf der Webseite der Rasteder Rundschau (Link zu externer Webseite):
Am Montag, den 9. Februar, um 9.00 Uhr verlegte der Künstler Gunter Demnig die ersten Stolperteine in Rastede. Diese erinnern vor ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Schloßstraße 16 an Karl, Klara, Selma und Hinrich Hattendorf.
Ab 1933 wurde die jüdische Familie Hattendorf in Rastede schickaniert und verfolgt. Im Zuge der Novemberpogrome 1938 wurde Karl Hattendorf verhaftet und für ca. zwei Wochen im KZ Sachsenhausen interniert. Die ganze Familie wurde im Frühjahr 1940 aus Rastede vertrieben. Karl und Klara Hattendorf mussten in ein „Judenhaus“ in Hamburg ziehen. 1942 wurden sie ins KZ Theresienstadt deportiert und dort ermordet. Ihre Selma Hattendorf kam 1944 in ein Arbeitslager in Kassel. Selmas Sohn Hinrich musste ins Heim. Beide überlebten den NS-Terror.
Foto: Selma Hattendorf um 1943 und „Judenstern“ aus ihrem Nachlass
Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen der Stolpersteinverlegung beigetragen haben.
Betonsteine mit glänzender Messingoberfläche wurden in den Fußweg eingebettet.
Zuerst bereiteten Gunter Demnig und Ulrich Becker den Fußweg vor.
Gunter Demnig setzte den ersten Stolperstein ein.
Zwei Mitarbeiter des Bauhofs unterstützten ihn bei der Verlegung.
Die Schülerinnen Johanna Oehne-Berdau…
… und Elisaveta Apukhtina berichteten über das Schicksal der jüdischen Familie Hattendorf.
Geli Wald las den letzten Brief von Klara Hattendorf an ihre Tochter Selma vor.
Fast 200 Menschen gedachten der jüdischen Familie Hattendorf.
Presseberichte über die erste Stolpersteinverlegung in Rastede (Links zu externen Webseiten)
Am Sonntag, den 9. November 2025, gedenken wir aller jüdischen Opfer des Nationalsozialismus. Indem wir die Geschichte der jüdischen Mitbürger und Mitbürgerinnen unserer Gemeinde erzählen, erzählen wir auch eine Geschichte von Ausgrenzung, Verfolgung, Vertreibung und Deportation in der Gemeinde Rastede. Unter dem Titel „Nie wieder!“ wollen wir ein Zeichen setzen gegen Antisemitismus und Rassismus, für Vielfalt und Gemeinschaft. Der Gedenkgang am Sonntag, den 9. November 2025, beginnt um 16.00 Uhr am Rasteder Rathaus. Von dort begeben wir uns zu den ehemaligen Wohnhäusern der jüdischen Familien in der Raiffeisenstraße, Bahnhofstraße und Schloßstraße. Die letzte Station des Gedenkgangs bildet das Rasteder Palais.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der kvhs Ammerland.
Diese geführte Radtour mit acht Stationen in Rastede und Hahn-Lehmden wird vom ADFC Ammerland im Rahmen des Projekts „Radeln gegen Rassismus“ durchgeführt. Die Durchführung erfolgt in Kooperation mit der KVHS Ammerland – Projekt „Demokratie leben!“.