Verlegung von Stolpersteinen für Familie Hattendorf

9. Februar 2026, 9.00 Uhr, Schloßstraße 16

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Am Montag, den 9. Februar, um 9.00 Uhr verlegte der Künstler Gunter Demnig die ersten Stolperteine in Rastede. Diese erinnern vor ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Schloßstraße 16 an Karl, Klara, Selma und Hinrich Hattendorf.

Ab 1933 wurde die jüdische Familie Hattendorf in Rastede schickaniert und verfolgt. Im Zuge der Novemberpogrome 1938 wurde Karl Hattendorf verhaftet und für ca. zwei Wochen im KZ Sachsenhausen interniert. Die ganze Familie wurde im Frühjahr 1940 aus Rastede vertrieben. Karl und Klara Hattendorf mussten in ein „Judenhaus“ in Hamburg ziehen. 1942 wurden sie ins KZ Theresienstadt deportiert und dort ermordet. Ihre Selma Hattendorf kam 1944 in ein Arbeitslager in Kassel. Selmas Sohn Hinrich musste ins Heim. Beide überlebten den NS-Terror.

Foto: Selma Hattendorf um 1943 und „Judenstern“ aus ihrem Nachlass

Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen der Stolpersteinverlegung beigetragen haben.

Betonsteine mit glänzender Messingoberfläche wurden in den Fußweg eingebettet.
Zuerst bereiteten Gunter Demnig und Ulrich Becker den Fußweg vor.
Gunter Demnig setzte den ersten Stolperstein ein.
Zwei Mitarbeiter des Bauhofs unterstützten ihn bei der Verlegung.
Die Schüler*innen Johanna Oehne-Berdau…
… und Elisaveta Apukhtina berichten über das Schicksal der jüdischen Familie Hattendorf.
Geli Wald las den letzten Brief von Klara Hattendorf an ihre Tochter Selma vor.
Fast 200 Menschen gedachten der jüdischen Familie Hattendorf.

Presseberichte über die erste Stolpersteinverlegung in Rastede (Links zu externen Webseiten)

in der Rasteder Rundschau: https://www.rasteder-rundschau.de/2026/02/09/steine-die-zum-stolpern-bringen/

in der Nordwest-Zeitung: https://www.nwzonline.de/ammerland/stolpersteine-erinnern-an-ns-opfer-gunter-demnig-verlegt-erstmals-steine-in-rastede_a_4,2,3774494623.html